Geschichtlicher Hintergrund zu Der Vorleser
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Teil I - Deutsche Geschichte in den 50er Jahren

Das Buch Der Vorleser findet in der zweiten Hälfte dieses Jahrhundert statt. Zu dieser Zeit musste Deutschland sich mit dem verlorenen Krieg beschäftigen. Kriegsverbrecher mussten verurteilt werden, und das Land musste physisch und psychisch wieder aufgebaut werden.

Deutschland wurde in vier Zonen geteilt und die USA, Frankreich, England, und die UdSSR haben alle ihre eigene Teile kontrolliert. Als Effekt des Marshall Plans sind die drei westliche Zonen nach einer kurzen Zeit relativ stabil geworden. Arbeitslosigkeit direkt nach dem Krieg war ganz hoch, aber wurde unter Kontrolle gebracht. Die Zonen, die unter England, Frankreich und Amerika waren, sind West Deutschland geworden, und waren relativ erfolgreich.

Die alliierten Länder haben einen Plan unternommen, in dem sie dem deutschen Volk ein neues Weltbild gaben, nach der Zeit unter den Nazis. Dieses Reeducation Programm sollte die Einflusse der Nazizeit loswerden und eine neue deutsche Einstellung anfangen. Dieser Plan ist meistens durch Zensur von Büchern, Radio, und Fersehen ausgeführt wurden und sollte keine Materialien erlauben, die gegen die neue Ausbildung Deutschlands sprachen.

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Teil II - Konzentrationslager

Im Buch hat Hanna in Auschwitz gearbeitet. Dieses Konzentrationslager war das größte Lager, das die Nazis gebaut haben. Himmler hat das Lager am 27. April 1940 eröffnet, und die erste Gruppe der Gefangenen sind am 14. Juni angekommen. Die SS hat in Auschwitz einen riesigen Komplex gegründet. Es gab mehr als 300 Baracken; vier große Badeanstalten, wo die Gefangenen umgebracht wurden; Leichenkeller, wo die Körper der Toten eingelagert sind; und die Einäscherungsöfen. Als sie angekommen sind, mussten die Gefangenen durch eine Selektion gehen, in der gesunden Männer und Frauen zu den Arbeitslagern geschickt wurden, und die alten, schwachen, und sehr jungen Gefangene waren sofort in die Öfenen geschickt worden.

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Es wird geschätzt, dass mehr als 1.600.000 Menschen in Auschwitz ihr Leben verloren haben. Von denen sind 1.300.000 Juden und 300.000 Polen und Kriegsgefangene. Die Nazis haben versucht das Lager zu zerstören als sie Auschwitz geflohen haben. Sie haben aber große Teile von Auschwitz vergessen oder verlassen, und sie sind heute Teile eines Museums.

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Teil III - Väterliteratur

Väterliteratur ist eine literarische Strömung, die seit den 70er Jahren die Schuld und Verantwortung der Nachgeborenen für das Nazi Regime behandelt und die Beziehungen zwischen deutschen Generationen analysiert. Als sie die Eigenschaften von Väterliteratur diskutiert, schreibt Ernestine Schlant, "In each of these novels [Väterliteratur], the search for the self begins with or shortly after the death of the father. His death releases a chain of questions that the protagonist/narrator was not able to explore during the father's lifetime, either because the parent-child relation did not allow any kind of questions, or because the parent was incapable of giving answers that were not stereotypes, or because 'each adult/child is able to confront this giant of childhood only when the threat of his physical presence is removed'…This autobiographical 'I' dominates the multiple points of view and the relativizing perspective by dwelling on the mistreatments it suffered-which range from silence to verbal abuse, from occasional punishment to systematic beatings and permanent mutilation, and (in families where violence and aggression were totally internalized) from gentle reprimands to the heavy pressure exerted in the name of love…In almost all the novels, the father returns from the war broken, alienated, 'betrayed' in his ideals-that is, he sees himself as a victim." Diese Zitat beschreibt die Merkmale von Väterliteratur. In dieser Weise, haben die Deutsche mit Literatur versucht, mit dem Holocaust klar zu kommen und somit auch mit ihren gegenwärtigen Leben.

 

Peter Schneider schreibt "Die Nachgeborenen sind keine Kinder der Opfer oder Opfer selbst, sondern die Söhne und Töchter der Täter." Die Nachgeborenen müssen die Vergangenheit ihrer Eltern bewältigen, und Väterliteratur repräsentiert einen Versuch, Antworten zu finden. Die geschichtliche Zeit dieser Bewegung zeigt die ersten Versuche, mit dem Holocaust und der Nazizeit zurecht zu kommen. Peter Henisch, Sigfried Gauch und Ingeborg Day sind Autoren, die Väterliteratur schrieben. Peter Weiss ist ein Autor, dessen Buch Vati nicht alle Eigenschaften von Väterliteratur hat, aber behandelt sich mit fast die selben Themen. Diese Bücher zeigen die Deutschen, die die Antworten von beide internal und external Quellen kommen müssen. Niemand könnte den Deutschen eine gesunde, pure Mentalität geben. Die Deutschen müssten sich selbst helfen.

 

Wie in Die Unfähigkeit zu trauern von Alexander und Margarete Mitscherlich gesagt war, "Es ist klar, daß man millionenfachen Mord nicht bewältigen kann. Die Ohnmacht der Gerichtsverfahren gegen Täter wegen der Größenordnung ihrer Verbrechen dieser Vergangenheit beweist diesen Tatbestand in symbolischer Verdichtung...Mit bewältigen ist vielmehr eine Folge von Erkenntnisschritten gemeint. Freund benannte sie als 'erinnern, wiederholen, durcharbeiten.'" Durch Väterliteratur, probieren die Deutschen diese Schritten zu machen.

 

Väterliteratur ist nicht nur eine literarische Bewegung, sondern auch eine Bewegung, die den deutschen Geist wieder gesund machte. Diese Bücher haben den Deutschen geholfen, ihre Nachkriegsgefühle durchzuarbeiten.

 

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Teil IV - Nachkriegsprozesse

Nach dem zweiten Weltkrieg, fühlten viele Deutschen, daß die Kriegsverbrecher verurteilt werden sollten. Dieser Wunsch der Deutschen und der ganzen Welt lief auf viele Prozesse hinaus. Am berühmsten von diesen Prozessen waren die Nürnberg, Frankfurter und Eichmann Prozesse. Viele deutsche Offizieren wurden zum Tod verurteilt.

 

Oberstrumbannführer und während des Zweiten Weltkriegs Leiter des "Judenreferates" im Reichssicherheitshauptamt in Berlin. Er war verantwortlich für die Deportation von mehr als drei Millionen Juden aus ganz Europa in die Vernichtungslager. Eichmann ist in 1946 aus alliierter Kriegsgefangenschaft nach Argentinien geflohen. Er wird von israelischen Geheimagenten aufgespürt, und nach Israel gebracht und verurteilt. Der weltweit aufmerksam verfolgte Prozess dauerte von April bis Dezember 1961 und endete mit dem Todesurteil.

 

 

Kriegsverbrecher haben meistens ähnlicheVerteidigungen benutzt. In Peter Weiss Die Ermittlung, gibt es viele solche Zitate:

"Ich persönlich hatte gar nichts gegen diese Leute. Die gab es ja auch bei uns zuhause. . . Ich persönlich habe mich immer anständig benommen. Was sollte ich denn machen? Befehle mussten ausgeführt werden. . . Ich weiß überhaupt nicht, was man von mir will."

Die Angeklagten haben fast keine Verantwortung auf sich selbst genommen, sondern sie haben meistens die Verantwortlichkeit auf ihre Oberoffiziere verschoben. So wie wir hier sehen, meint dieser Beklagte, dass er nichts falsches gemacht hat, dass er nur gemacht hat, was ihm gesagt wurde.

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Teil V - Bibliographie

Web Sites

Bücher

  • Bernhard Schlink, Der Vorleser. Diogenes Taschenbuch, 1997.
  • Alexander und Margarete Mitscherlich, Die Unfähigkeit zu trauern. R. Piper and Co., 1967.
  • Peter Schneider, Vati. Manchester University Press, 1993.
  • Peter Weiss, Die Ermittlung. Suhrkamp Verlag, 1991.

Interviews und Vorlesungen

  • Aleksander Wolski, "Väterliteratur," November 1999.
  • Caroline Schaumann, "Eichmann und die Nachkriegsprozesse," November 1999 und Februar 2000.

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Copyright 2000 Josh Richards Travis Otten

 




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